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 Ausgabe 22 /
November 2019
 

HERBSTLICHE GRÜSSE VON DEN LETZTEN IHRER ART!

Die Tage werden kürzer, der Himmel düsterer. Wolken hingen auch über unseren regionalen Nahversorgern vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Was hat Klimaschutz mit einem Bundesprogramm „Regionale Wertschöpfung“ zu tun? Wieso brauchen wir für eine Agrar- auch eine Ernährungswende?
Das und vieles mehr liefert Ihnen unsere herbstliche RegioPost.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Team der Regionalbewegung


PRESSEAKTION: "DIE LETZTEN IHRER ART! - ROTE LISTE NAHVERSORGER"

In einer Aufsehen erregenden Presseaktion hat der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. am 18. September vor dem Brandenburger Tor in Berlin unter dem provokanten Titel „Rote Liste Nahversorger - Vom Aussterben bedroht! – Bald nur noch im Wachsfigurenkabinett“ auf die dramatische Situation der regionalen Nahversorger hingewiesen.

Basierend auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes prophezeit die Regionalbewegung eine alarmierende Realität. Für Bäcker, Fleischer, Gast- und Landwirte hält ein besorgniserregender Abwärtstrend an. Die Anzahl der Bäckerhandwerksbetriebe hat sich von 1998 bis 2018 um 49 % drastisch reduziert. Im Fleischerhandwerk sind im gleichen Zeitraum ebenfalls 49% der Betriebe geschlossen worden. Die Anzahl von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben (bis 50 ha Fläche) ist seit Mitte der 1990er Jahre um 48% zurückgegangen.

Auf der Grundlage der erhobenen Zahlen lassen sich folgende Szenarien ableiten. Bäckerhandwerksbetriebe sterben bis 2039 aus, Fleischerhandwerksbetriebe wird es 2037 nicht mehr geben, im Jahr 2036 trifft es die
kleinen landwirtschaftlichen Betriebe, und schon 2034 schließt die letzte Schankwirtschaft ihrer Art.

Die ausführliche Pressemitteilung, eine Bildergalerie sowie der Pressespiegel zur Aktion finden sich hier: https://www.regionalbewegung.de/aktuelles/




REGIONALBEWEGUNG FORDERT BUNDESPROGRAMM REGIONALE WERTSCHÖPFUNG

Fleischer, Bäcker, Gastwirte und Landwirte, die handwerklich im regionalen Wirtschaftskreislauf arbeiten, sind die Gestalter und Garanten unserer kulinarischen Vielfalt und akut vom Aussterben bedroht, warnt der BRB vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Presseaktion.
Möchte man diesem Strukturbruch und dem Klimawandel entgegen stehen, müssen regionale Wirtschaftskreisläufe mit dezentralen Strukturen sowohl Teil einer zukünftigen Klima- als auch Lebensmittelpolitik sein, mahnt der BRB, der derzeit intensive Lobbygespräche führt und ein „Bundesprogramm Regionale Wertschöpfung“ fordert. Darin wird eine gezielte Förderpolitik abseits vom Gießkannenprinzip ebenso gefordert wie die Rahmenbedingungen zum Gelingen einer Agrar- und Ernährungswende aufgezeigt.
 

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BLOG ZUR MITMACHAKTION REGIOTESTER!

Seit Mitte August sind 15 RegioTester für die bundesweite Mitmachaktion zum Tag der Regionen in ganz Deutschland unterwegs und versuchen ihren alltäglichen Einkauf so regional wie möglich zu gestalten. Zwischenfazit: Regional einkaufen ist nicht immer und vor allem nicht überall einfach.

Oft bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema „Regionale Produkte“, um nicht zur nächsten regionalen Mogelpackung zu greifen. Abhilfe schaffen Regionalvermarktungsinitiativen, die mit einer schlüssigen Definition für ihre Region bundesweit die Vermarktung glaubwürdig regionaler Produkte fördern.

Bis zur Auswertung der Mitmachaktion, können die Erfahrungen und Erlebnisse rund um den regionalen Einkauf auf dem RegioTester Blog verfolgt werden.



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TAG DER REGIONEN 2019 - STAATSSEKRETÄR FUCHTEL ZU GAST

Erneut knapp eine Million Besucher lockte das Aktionsbündnis „Tag der Regionen“ unter dem Motto „Weil Heimat lebendig ist“ auch in diesem Jahr mit über 1100 Aktionen in ganz Deutschland zu den zahlreichen Veranstaltungen. Und das ist gut so. Denn die Aufklärungs- und Wertschätzungsarbeit, die der Tag der Regionen als größte Veranstaltungsplattform für regionales Wirtschaften leistet, ist wichtiger denn je.

Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, hat die zentrale Hauptveranstaltung des Tag der Regionen, den Herbst-Naturmarkt am Wasserschloss in Klaffenbach bei Chemnitz mit einem Plädoyer für die Regionen eröffnet: „Unser Land braucht starke Regionen, denn unsere ländlichen Räume sind Heimat und Lebensmittelpunkt vieler Menschen. Die Mehrheit der Deutschen lebt auf dem Land.



Hier sitzt unsere Wirtschaftskraft, hier werden knapp 50 Prozent des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet. Deshalb braucht unser Land regionale Wirtschaftskreisläufe.“

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STARKE AKTIONSBÜNDNISPARTNER - STARKES PROJEKT: DER TAG DER REGIONEN

Über 40 bundesweit tätige Verbände und Organisationen tragen den Tag der Regionen in einem breiten ideellen Aktionsbündnis. Diese Partnerschaften sind wertvoll und gewinnbringend zugleich, da sie dazu beitragen, dass der Tag der Regionen dort ankommt, wo er seine Wurzeln hat, in einer aktiven Gesellschaft in all ihrer Breite.

Der Tag der Regionen freut sich ganz aktuell, das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V. als neuen Aktionsbündnispartner begrüßen zu können. Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft unterstützt den Tag der Regionen, da „es sich für eine nachhaltige, regionalverankerte Lebensmittelversorgung durch direkte Kooperationen von Verbraucher*innen mit Bauernhöfen einsetze und beim Tag der Regionen die Potentiale ländlicher Gebiete in den Fokus gestellt werden. Dadurch könne sich das Netzwerk für zukunftsfähige und lebendige Strukturen in diesem Lebensraum engagieren."

Der Tag der Regionen freut sich über weitere Aktionsbündnispartner, denn: "Starke Partner sind Basis für ein starkes Projekt!".

Ein Überblick zu allen Aktionsbündnispartner gibt es hier.



HERZLICH WILLKOMMEN IM TEAM!

Johannes Schaupper kommt aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall in Baden-Württemberg und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Tourismuskaufmann. Jedoch wuchs danach der Wunsch nach einer Weiterbildung im Bereich Umweltschutz und nachhaltigen Wirtschaftens im ländlichen Raum, weshalb er nun im 5. Semester im Studiengang „Nachhaltiges Regionalmanagement“ an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar studiert.

„Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass bei den Menschen ein Bewusstsein und Interesse für die Herkunft und Herstellungsmethoden ihrer Einkäufe wächst. Durch ein bedachteres Konsumverhalten können viele Probleme unserer Zeit auf einmal angepackt werden.“

Johannes Schaupper unterstützt den Bundesverband noch bis Januar 2020 vor allem mit seinem IT-Wissen bei der RegioApp, dem RegioPortal und beim Relaunch der BRB Datenbank.



REGIONALE WERTSCHÖPFUNG: VON VIELEN GEWOLLT - DURCH VIELES VERHINDERT!

Zu den dringend notwendigen strukturellen Veränderungen für den flächendeckenden Ausbau von regionaler Vermarktung diskutierten rund 40 Personen aus dem Netzwerk Regionalitätsstrategie NRW am 5. November in Schwerte/Nordrhein-Westfalen.

Ergebnis: Es fehlen breit gefächerte Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für den Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe in den Regionen. Vor allem mangelt es an Anlaufstellen, die Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe und engagierte Verbraucher vernetzen, daraus entstandene Projektideen begleiten, betreuen und bei der Beantragung von Fördermitteln umfänglich unterstützen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass Kleinbetriebe und Lebensmittelhandwerker unbedingt bürokratische Entlastung sowie klar definierte Ausnahmeregelungen brauchen. Nur so bekommen sie Planungssicherheit und können langfristig überleben.


Ziel der Regionalbewegung NRW ist es nun, eine Regionalitätsstrategie mit Vorschlägen zu entwickeln, was im abschließenden Politiktalk von den anwesenden Politikvertretern unterstützt wurde.
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WUNSCH NACH MITEINANDER VON LANDWIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT

Der Appell zu einem Miteinander statt der Spaltung zwischen Landwirtschaft und übriger Gesellschaft standen, neben der Dankbarkeit für die Ernte, im Mittelpunkt des Landeserntedankfestes Niedersachsen am 6. Oktober 2019 im Dom zu Verden.
Die stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes Regionalbewegung Niedersachsen Magdalena Zimmermann und Reinhild Olma trafen in Verden sowohl auf Landesbischof Ralf Meister von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover als auch auf die niedersächsische Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft Barbara Otte-Kinast. Beide gingen in ihren Reden auf die zunehmende Sprach- und Verständnislosigkeit zwischen Landwirten und Verbrauchern ein.

Eine gesamtgesellschaftlichen und für alle tragbare und zukunftsfähige Agrarwende ist auch der Wunsch der Regionalbewegung.



KLIMASCHUTZ DURCH KURZE WEGE - DER TAG DER REGIONEN 2019 IN BAYERN

Was haben Hüteschäferei und regionale Produkte gemeinsam? Viel! Denn beides ist "Klimaschutz durch kurze Wege" Und genau deshalb war der 16. Altmühltaler Lammabtrieb in Böhming Schauplatz für die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Tag der Regionen in Bayern.

Zu Gast war der Schirmherr für den Tag der Regionen in Bayern, der bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber. Mit unserem BRB Vorsitzenden Heiner Sindel sprach er über das Lamm als Klimaschützer und die bedeutende Rolle der Hüteschäferei für den Naturschutz und die Landschaftspflege und betonte:

„Zukunftsgestaltung fängt vor der eigenen Haustür an. Der Tag der Regionen zeigt uns, wie wir diese Verantwortung übernehmen und was wir konkret zum Klimaschutz beitragen können."



Mit fast 400 Veranstaltungen wartete der Tag der Regionen in Bayern in diesem Jahr mit einer Rekord-
zahl an kreativen, bunten und erlebnisreichen Aktionen auf.

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ZWISCHEN BEZIEHUNGSKISTE UND REGIONALREGAL!

Regional liegt voll im Trend! Immer mehr Einheimische und Gäste fragen nach regionalen Produkten. In vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns haben sich bereits Netzwerke für die Vermarktung von Produkten etabliert.

Das EU-Projekt „Baltic Sea Food“ hat die Regionalvermarktungsinitiativen mit Tourismusakteuren unter dem Motto "Zwischen Beziehungskiste und Regionalregal – Regionale Produkte für Urlauber und Gäste" in Güstrow zusammengebracht:
Wie werden regionale Produkte bereits speziell an Touristen vermarktet? Wer bietet solche Sortimente an? Und wie können Tourismusakteure diese Angebote an die Unterkunfts- und Erlebnisanbieter in ihrer Region weitervermitteln?

Mehr zum Projekt findet sich unter:
https://www.tmv.de/baltic-sea-food/



HERZLICH WILLKOMMEN!


Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder im Bundesverband der Regionalbewegung e.V.: Die Regionalbewegung heißt ihre neuen Mitglieder herzlich willkommen!

  • Bundesverband für Milchdirektvermarkter und Vorzugsmilcherzeuger BMV
  • MGH Gutes aus Hessen GmbH
  • Vielfalt e.V.
  • Trägerverein der KLB im Bistum Münster e.V.
  • Loma Service GmbH 
Insgesamt gehören der Regionalbewegung rund 300 Mitgliedsorganisationen in Deutschland an!

Klicken Sie doch mal rein zu unseren Mitgliedern.


MITGLIED WERDEN IM BUNDESVERBAND DER REGIONALBEWEGUNG

Auch Sie möchten Teil des Bundesverbands der Regionalbewegung sein? Helfen Sie uns das Netzwerk Regionalität noch stärker zu machen und profitieren Sie von den Vorteilen einer Mitgliedschaft. Wissenswertes über die Regionalbewegung und eine Mitgliedschaft finden Sie auch in unserer Imagebroschüre. Gerne versorgen wir Sie auch auf dem Postweg mit Printexemplaren! Bitte teilen Sie uns dazu per E-Mail die gewünschte Anzahl und Ihre Adresse mit.

Wir freuen uns, wenn Sie Mitglied im Bundesverband der Regionalbewegung e.V. werden und die Entwicklung einer bundesweit gehörten aktiven Regionalbewegung fördern!

Und so einfach geht’s: Onlineformular ausfüllen und absenden.

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UNSERE REGIONALINITIATIVEN - HEUTE: PIELERS

Die Situation ist bekannt. Man möchte sich regional, nachhaltig und fair ernähren, das Vorhaben scheitert im Alltag jedoch häufig daran, dass regionale Produkte direkt vom Hersteller im alltäglichen Radius nur schwer verfügbar sind. Der nächste Hofladen ist zu weit, der Wochenmarkt findet gerade dann statt, wenn man im Büro sitzt.

Im Netzwerk des Bundesverbandes der Regionalbewegung arbeiten viele Initiativen und Startups an innovativen und kreativen Ideen, um regionale Produkte clever, nachhaltig und ressourcenschonend an den Mann zu bringen.

Ein tolles Beispiel ist das BRB Mitglied PIELERS, das seinen Nutzern die Möglichkeit bietet, über einen digitalen Marktplatz regionale Lebensmittel ortsunabhängig direkt beim Erzeuger zu kaufen. Produkte von rund 50 Erzeugern kann sich der Kunde sicher und umweltfreundlich verpackt direkt nach Hause liefern lassen.

Doppelter Vorteil: da PIELERS ohne Zwischenhandel auskommt, bekommt der Erzeuger einen fairen Preis für sein Produkt, gleichzeitig bleibt der Kaufpreis auch für den Verbraucher erschwinglich. Wie nachhaltig ein PIELERS-Produkt ist, liest der Kunde am Nachhaltigkeitsindex ab, der jedes Produkt nach 10 selbsternannten Nachhaltigkeitskriterien von „nachhaltig“ bis „exzellent nachhaltig“ einstuft.

Jedes einzelne erfüllte Kriterium (darunter u.a. auch „handgemacht“, „fair&sozial“ oder „ohne Zwischenhandel“)  bietet dem Verbraucher und der Umwelt dabei einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Produkten. 

Zusätzlich müssen alle Erzeuger tierischer Produkte besondere Regeln zur artgerechten Tierhaltung für das Tierwohl einhalten

Weitere Informationen zu PIELERS gibt es hier.

 

 

HOFNACHFOLGE MAL ANDERS! - ZEBRAC STARTUP "BÜRGER MACHEN LANDWIRTSCHAFT"

Kaum ein Tag vergeht, an dem unter dem Stichwort „Höfesterben“ nicht der besorgniserregende Rückgang der kleinen und kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe thematisiert wird. Nicht selten scheitert die weitere Bewirtschaftung des Hofes an der fehlenden Nachfolge. Höfesterben kann damit mittlerweile durchaus als gesellschaftliches Problem bzw. problematische Entwicklung betrachtet werden.

Im Rahmen des ZebrAC Start-up Programms, das u.a. auf Initiative des BRB Mitglieds, der Bürgeraktiengesellschaft Regionalwert AG Rheinland, ins Leben gerufen wurde, werden Investoren für nachhaltige Start-ups gesucht, die sich einem gesellschaftlichen Problem widmen. Dabei kam das Start-up „Bürger machen Landwirtschaft“ bei 20 Bewerbern unter die ersten drei. „Bürger machen Landwirtschaft“ ist eine Initiative, die zur langfristigen Sicherung ein partizipatives Hofnachfolgemodell konzipiert, dessen Ansatz es ist, möglichst viele Bürger vor Ort in die Hofprozesse einzubinden.

Der BRB bewertet das Konzept, das Beispielcharakter für Hofnachfolge-Prozesse haben könnte, als äußerst wertvoll.


BUNDESWEITE INITIATIVE "DU BIST HIER DER CHEF!"

„Du bist hier der Chef!“ ist das Motto der bundesweiten Verbraucherinitiative, die vom gemeinnützigen Verein „Die Verbrauchergemeinschaft g.V.i.Gr.“ ins Leben gerufen wurde. Dahinter steht eine Gruppe engagierter Verbraucher, die bei jeder Kaufentscheidung Verantwortung übernehmen will.

Ziel des Vereins ist es, Verbraucher beim Herstellungsprozess von fair und verantwortungsbewusst produzierten Lebensmitteln mitbestimmen zu lassen. Ergebnis soll eine gerechtere Vergütung für die Landwirte und mehr Transparenz für die Verbraucher sein.

Auf der Internetplattform www.dubisthierderchef.de wählen die Verbraucher*innen ein Produkt aus, beantworten Fragen über relevante Produktmerkmale wie Herkunft, Produktionsprozess, Vergütung für die Landwirte, Qualität und Verpackung und bestimmen den Verkaufspreis mit.


Als erstes geht’s um die Milch: Derzeit kann man auf der Website der Initiative mit entscheiden, welche Merkmale eine Milch haben sollte, die wertvoll, fair und gut für Tier und Mensch ist.

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SACHSEN-ANHALT FÖRDERT DORFGEMEINSCHAFTSLÄDEN

Ein Dorfgemeinschaftsladen ist ein  zentraler Treffpunkt, an dem alltägliche Besorgungen gemacht werden können, Menschen sich begegnen und gegenseitig unterstützen, der die dörfliche Gemeinschaft und damit das Leben im ländlichen Raum stärkt.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt hatte im Rahmen des Modellprogramms „Dorfgemeinschaftsladen“ Einrichtungen, Initiativen oder Dorfbewohner*innen aus Ortschaften mit weniger als 2.500 Einwohnern in Sachsen-​Anhalt aufgerufen, die gemeinsam mit ihrer Gemeinde einen DorfGemeinschaftsladen als lebendigen Dorfmittelpunkt etablieren wollen.
Für die Teilnahme am Modellprogramm stehen 2019 beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie insgesamt 300.000 Euro Landesmittel für die Erweiterung bzw. Ergänzung bestehender Einrichtungen sowie für Marktanalysen und vorbereitende Konzepte für neue DorfGemeinschaftsläden zur Verfügung.
Mittlerweile wurden 7 Projektskizzen ausgewählt.

Nähere Informationen zu den teilnehmenden Gemeinden und zum Projekt finden sich hier.


NUDGING - ODER PER STUPS REGIONALER?

Nudging – als Stups in eine gewünschte Richtung ist derzeit ein kontrovers diskutiertes Thema. Das so genannte Nudging (engl.: Stups)  bezeichnet eine unbewusste Beeinflussung der Verhaltensarchitektur, die zu einer vorhersehbaren Verhaltensänderung führen kann, ohne auf Restriktion oder ökonomische Anreize zurückzugreifen (Purnhagen, Kai (2016)).

Das neuartige Marketing mit Nudging liefert hilfreiche Informationen (Nudges) zur Orientierung des Kunden bei seiner freien klugen Kaufentscheidung. Ein guter politischer Nudge ist – zum Beispiel kurz gefasst – ein Programm zur Verhaltensänderung im alltäglichen Bereich: zur Abfallvermeidung, Verringerung der Energieverschwendung oder eben auch zur gesünderen oder nachhaltigeren Ernährung. 

Unter dem Motto „Nudging – per Stups gesünder?“ haben das KErn und die Universität Bayreuth im Frühjahr ein Wissenschaftsseminar veranstaltet, das sich mit den Möglichkeiten des Nudgings für eine gesündere Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung und unter Studierenden befasst. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Nudging gut für einen bewussteren Konsum einsetzen lässt.
Auch für die Regionalbewegung könnte Nudging als Methode zur unterbewussten Verbraucherlenkung hin zu mehr Regionalität durchaus Potenzial haben.
Dies könnte in Form einer wissenschaftlichen Untersuchung erfolgen. 

Der Bundesverband der Regionalbewegung kooperiert mit einigen Universitäten und betreut Abschlussarbeiten in den einschlägigen Themenbereichen der Regionalbewegung. Bewerbungen dazu können gerne an info@regionalbewegung.de gerichtet werden.





NÜTZLICHE NACHSCHLAGEWERKE

Der Bundesverband der Regionalbewegung hat im Laufe seiner Arbeit mehrere Werke rund um die Themen Regionalvermarktung, Biodiversität und kommunales Engagement für eine starke Region geschaffen.

Allen voran steht das "Handbuch der Regionalvermarktung", das den Regionalinitiativen Strategien und Konzepte zur Vermarktung regionaler Lebensmittel an die Hand gibt. Darauf aufbauend ist der Leitfaden "Traumpaar Biodiversität und Regionalver-marktung" entstanden. Dieser versteht sich als praktische Anleitung für Regionalvermarktungs-initiativen, die Biodiversität in ihrer Zielsetzung verankern möchten.
Die Broschüre "Bundespreis REGIOkommune" stellt Projekte vor, in denen gezeigt wird, wie sich Kommunen erfolgreich im Bereich Regionalität engagieren können.

Zum 20-jährigen Jubiläum des Tag der Regionen ist die Broschüre „RegioPioniere – Über Regionen lässt sich die Welt bewegen!“ erschienen. Sie zeigt die Erfolgsgeschichten neun langjähriger Akteure aus verschiedenen Bundesländern.

Leseproben, Downloadlinks und Bestellformulare zu den Publikationen finden Sie hier.




TANJA BUSSE: DAS STERBEN DER ANDEREN

Naturschützer schlagen Alarm: Wir erleben gerade ein Massenaussterben wie zuletzt vor 66 Millionen Jahren, und die Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel die Biodiversitätskrise noch verstärken wird.

In den letzten Jahrzehnten sind vor allem die Spezialisten verschwunden, also Arten, die besondere Lebensräume brauchen, Störche etwa oder Kiebitze. Inzwischen aber passiert etwas Neues, etwas sehr Unheimliches:

Allerweltsarten wie Feldlerchen, Schwalben und Spatzen verschwinden und ebenso Insekten, die es früher massenhaft gab. „Wir haben Schutzgebiete - aber sie schützen nicht. Wir haben Umweltziele - aber wir verfehlen sie permanent und nehmen das achselzuckend hin“ analysiert Tanja Busse, Landwirtschafts- und Ökoexpertin, schonungslos die Situation und schlägt in ihrem gerade erschienenen Buch wirkungsvolle Gegenmaßnahmen vor.


LANDWIRTSCHAFT - QUO VADIS?

Das Klimapaket der Bundesregierung wurde am 09. Oktober 2019 verabschiedet. Ob die darin vorgesehenen Maßnahmen ausreichen, um die notwendige Transformation herbeizuführen, dieser Frage stellt sich die Kommission für Landwirtschaft des Umweltbundesamtes. Für die Kommission steht fest:

Nur mit einer fundamentalen Neuausrichtung unseres Agrarsystems kann eine tatsächliche Agrarwende hin zu einer zukunftsfähigen, enkeltauglichen Landwirtschaft realisiert werden und: Eine Agrarwende ist nur im Schulterschluss mit einer Ernährungswende möglich. Die Landwirtschaft der Zukunft muss standortgerecht, klimaangepasst und nachhaltig sein – diese bis spätestens 2050 zu realisieren, ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.


Wie ein zukunftsfähiges Agrarsystem aussehen könnte und welche Forderungen die Kommission der Landwirtschaft an die Politik stellt, wird in der Broschüre „Landwirtschaft – quo vadis?“ dargestellt.

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2. ÖKO-MARKETINGTAGE

Die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft hat die Nische verlassen - ihr Marktanteil beträgt heute über zehn Prozent. Immer mehr Landwirte wollen auf ökologische Produktion umstellen. Biologisch erzeugte Lebensmittel stehen hoch im Kurs und werden über alle Kanäle vertrieben - auch über traditionelle Premiumlabel. Bio ist Mainstream geworden. Nach der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr bietet die Akademie Schloss Kirchberg mit den 2. Öko-Marketingtagen auch 2019 wieder eine Plattform zur Diskussion wichtiger und drängender Zukunftsfragen der Bio-Branche.
Datum: 19. und 20. November 2019
Ort: Schloss Kirchberg/Kirchberg an der Jagst
Uhrzeit: jeweils ab 9:00 Uhr

Weitere Informationen unter:
https://schloss-kirchberg-jagst.de

ASG SEMINAR: RECHTZEITIG WEICHEN STELLEN IN DER HOFNACHFOLGE

Nicht selten ist die ungeklärte Hofnachfolge Grund für die Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebes. Wie kann ich als Landwirt rechtzeitig Weichen stellen? Das Seminar beleuchtet ausführlich die Themenbereiche "Rechtliche Voraussetzungen einer Hofübergabe", "Hofnachfolge außerhalb der familiären Erbfolge" sowie "Alternative Konzepte für eine erfolgreiche Hofübergabe".
Datum: 19. und 20. November 2019
Ort: Waltenhofen-Memhölz

Weitere Informationen unter:
https://www.asg-goe.de/veranstaltung

ASG SEMINAR: MEHR LEBENSQUALITÄT DURCH DIGITALE ANGEBOTE IM LÄNDLICHEN RAUM

Nahezu alle Lebensbereiche werden heute durch digitale Technik beeinflusst. Der ländliche Raum steht dabei vor großen Herausforderungen. Im Seminar werden Möglichkeiten und Voraussetzungen der Digitalisierung in ländlichen Räumen sowie beispielhafte Projekte  in den Bereichen Breitbandausbau, Mobilität, Kultur und Fachkräftesicherung vorgestellt und diskutiert.
Datum: 22. November 2019
Ort: Rahden
Uhrzeit: 10:00 bis 16:30 Uhr

Weitere Informationen unter:
https://www.asg-goe.de/veranstaltung

MITGLIEDERVERSAMMLUNG DES BUNDEVERBANDES DER REGIONALBEWEGUNG E.V.

2005 aus dem Aktionsbündnis Tag der Regionen gegründet, versteht sich der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. als  Dachverband für die vielfältigen Akteure regionalen Wirtschaftens, die zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Regionalentwicklung und der Stärkung ländlicher Räume beitragen. Als Kompetenznetzwerk für Regionalität bündelt der BRB vielfältige Aktivitäten einer regionalen nachhaltigen Entwicklung, unterstützt und vernetzt zahlreiche vorhandene Akteure durch weitere Impulse und leistet wichtige Lobbyarbeit für die Stärkung ländlicher Räume.
Mit dem Projekt „Tag der Regionen“  schafft er jährlich eine öffentlichkeitswirksame Plattform für regionale Zukunftsinitiativen und –strömungen. Derzeit hat der BRB rund 300 Mitglieder, die am 29. November herzlich zur Mitgliederversammlung nach Ansbach eingeladen sind. 

Datum:
29. November 2019
Ort: Kulturwerkstatt auf AEG, Nürnberg
Uhrzeit: 11:00 bis 15:00 Uhr

Weitere Informationen unter:
www.regionalbewegung.de


IM REGIOPORTAL BUNDESWEIT MIT REGIONALINITIATIVEN VERNETZT SEIN!

Als Projekt der Regionalbewegung möchte die Datenbank RegioPortal  die vielfältige Regionalinitiativen-Landschaft in Deutschland sichtbar machen. Im Rahmen des RegioPortals können Regionalinitiativen mögliche Kooperationspartner finden, Verbraucher sich über Regionalmarken in ihrer Umgebung und Landwirte sich über mögliche Vermarktungswege ihrer Produkte informieren.

Gegenüber Politik und Wirtschaft kann anhand der erhobenen Daten die Wichtigkeit des ländlichen Raumes als Wirtschafts- und Lebensraum verdeutlicht und so den regionalen Akteuren eine gemeinsame, starke Stimme gegeben werden.


Und da jedes Netzwerk von der Vielzahl seiner Mitglieder lebt, freuen wir uns, wenn auch Sie das RegioPortal als geeignete Plattform nutzen, um sich und ihre Regionalinitiative zu präsentieren, Teil des starken Netzwerkes in Deutschland zu werden und in einen fruchtbaren Austausch mit anderen Initiativen zu treten. Ausführliche Informationen zum RegioPortal und den Aufnahmekriterien finden Sie hier.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Ilonka Sindel
Hindenburgstraße 11
91555 Feuchtwangen
Deutschland


sindel@regionalbewegung.de